Pferdegestützte Therapien für Jung & Alt

posticon Pferdegestützte Therapie

Pferdegestützte Therapie

 

Was ist das?

Die pferdegestützte Therapie umfasst den Einsatz des Pferdes als therapeutisches Medium im Rahmen der Behandlung von Menschen mit Beeinträchtigungen auf körperlicher, psychischer, geistiger und sozialer Ebene. 

 

Therapieansatz: 

Der Mensch wird hier bei ganzheitlich gesehen und alle Bereiche werden angesprochen. Das Therapiepferd wird dabei als Co-Therapeut eingesetzt und unter fachkundiger Anleitung und Interventionen des Reittherapeuten werden die Ressourcen des Klienten gefördert und die Selbstheilungskräfte aktiviert.

In Betracht der Ganzheitlichkeit des Menschen werden im „Therapeutischen Reiten“ psychotherapeutische, heilpädagogische und hippotherapeutische Aspekte aufgegriffen d.h. es wird auf motorischer, psychischer, sozialer und emotionaler Ebene gearbeitet. Es kommen medizinisch- rehabilitative sowie psychologisch-verhaltenstherapeutische Methoden zur Anwendung.

 

Therapiekonzept:

Ziele sind die persönliche Entwicklung sowie die Verbesserung des Wohlbefindens und die daraus resultierende Integration der beeinträchtigten Menschen in die Gesellschaft. Die soziale Integration wird über die Förderung im sozial-emotionalen, im sensomotorischen und im kognitiven Bereich angestrebt.

Im sozial- emotionalen Bereich geht es vor allem um soziales Verhalten und Gefühle im Umgang mit anderen und sich selbst. Es geht um Abbau von Ängsten, Aggressionen, Aufbau von Vertrauen und Selbstvertrauen uns das sich daraus entwickelnde adäquatere Verhalten in sozialen Situationen. Das wird vor allem über die Beziehungsaufnahme und Beziehungsgestaltung zum Therapiepartner „Pferd“ realisiert, das als soziales Wesen reagiert und über sein Verhalten entsprechende Rückmeldung gibt.

Im sensomotorischen Bereich soll ein gewisses Maß an Körperbewusstsein vermittelt werden. Es soll gelernt werden die Wahrnehmung, Motorik und Verhaltenssteuerung angemessen einzusetzen. Das Gleichgewicht und die Koordination soll geschult werden.

Im kognitiven Bereich werden Aufmerksamkeit, Konzentration, Raumorientierung, Merkfähigkeit, Gedächtnis und Verarbeitungsfähigkeit gefördert.

Über das Medium Pferd wird dabei eine Lernsituation geschaffen, die nicht als Leistungserbringungssituation empfunden wird, daher besteht eine hohe Therapiemotivation.

Jeder Mensch wird als Individuum gesehen. Seine einzelnen Bedürfnisse werden angesprochen und die individuellen Fähigkeiten, in einer für ihn angepassten Therapie, gefördert. Durch die reittherapeutische Arbeit sollen die Klienten selbstwerterhöhende und bindungsfördernde Erfahrungen machen. Die Beschäftigung mit dem naturnahen Lebewesen Pferd bietet ein ganzheitliches Erleben mit allen Sinnen.

 

Therapieablauf:

Die Erstphase dient der Informationssammlung und der Begegnung mit dem Pferd. Mögliche Vorerfahrungen, Bedürfnisse, Ängste, Erwartungen und Wünsche werden besprochen. Es folgt die Erstellung eines individuellen Therapieplans mit entsprechender Zielsetzung.

Die pferdegestützte Therapie umfasst das Beobachten der Pferdeherde, die Kontaktaufnahme auf der Weide, das Versorgen der Pferde, das Pferdeführen und geführte Reiten sowie das Longieren/Voltigieren und das selbständige Reiten. 

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